Es gibt ein Recht auf Wohnen!

Liebe Oberbilker*innen,

anbei ein Artikel aus der NRZ zu der Veranstaltung am vergangenen Samstag! Die „Mieterversammlung“ brachte am Samstag im Zakk viele verschiedene Akteur*innen zusammen. Mehr lesen Sie hier:

Düsseldorfer Bündnis macht gegen Spekulanten mobil.

In einer „Mieterversammlung“ im Düsseldorfer Kulturzentrum Zakk brachte das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum betroffene Mieter zusammen.

„Es wird in Düsseldorf zunehmend unmöglich, bezahlbare Wohnungen zu finden“, sagt Pater Wolfgang Sieffert, Leiter der Altstadt-Armenküche. Viele der Menschen, die zu ihm kommen, sind obdachlos, leben in Notunterkünften. „Und wir versuchen ja, den Leuten nicht nur Essen zu geben, sondern auch weitergehend zu helfen“. Am Samstag moderierte der Dominikaner im Kulturzentrum Zakk an der Fichtenstraße die „Mieterversammlung“ des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum, in dem er sich seit Jahren engagiert. Die Veranstaltung sollte Mietern die Möglichkeit geben, mit ihren Problemen zusammenzukommen und gemeinsam Lösungswege zu finden.

75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zusammen gekommen. Neben einigen jungen waren viele ältere Düsseldorfer dabei, die die Entwicklungen in der Landeshauptstadt mit Sorge betrachten – oder am eigenen Leib erfahren.

Von den mehr als 361.700 Wohnungen sind in Düsseldorf nur 15.617 Sozialwohnungen

Bündnismitglied Gabi Geffe präsentierte Fakten zum Wohnungsmarkt. 80 Prozent der Wohnungen in Düsseldorf sind demnach Mietwohnungen. Von den mehr als 361.700 Wohnungen sind mit Stand 2020 nur 15.617 Sozialwohnungen. „Eigentlich haben über 50 Prozent der Düsseldorfer Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein“, erklärt Geffe. 8800 dieser Wohnungen fallen außerdem bis 2030 aus der Sozialbindung. 4400 Düsseldorfer sind wohnungslos – dem gegenüber stehen 14.000 Wohnungen leer. Mieten steigen derweil seit Jahren unaufhörlich. Am Bevölkerungswachstum in der Landeshauptstadt liege das nicht, erklärt Geffes Bündniskollege Horst Kraft. Viel mehr an den Rendite-orientierten Eigentümern, die auf dem Wohnungsmarkt eine immer größere Rolle spielen – und deren Gewinnerwartungen seit Jahren steigen. Häufig würden Bestandswohnungen aufgekauft, modernisiert, und dann deutlich teurer vermietet beziehungsweise weiterverkauft, erklärt er. Neubauten böten dagegen mehrheitlich hochpreisige Wohnungen.

Vier Workshops gab es am Samstag im Zakk. Im Workshop über Möglichkeiten für Mieter, sich zu wehren, fanden sich schnell Grüppchen zusammen, die auf denselben Straßen wohnen. Etwa auf der Kissinger Straße in Eller, wo wie berichtet in ein paar Wohnblöcken rund 160 alte Sozialwohnungen modernisiert werden – und bisher deutliche Mietsteigerungen geplant sind. Mit den Vermietern habe es bereits einen runden Tisch gegeben, erklärte Wohnraum-Bündnis-Sprecher Johannes Dörrenbächer. Bisher ohne die Mieterseite zufriedenstellendes Ergebnis.

Aktivisten machen Abmachungen mit den Mietern

Viele Abmachungen machen Bündnis-Aktivisten an diesem Samstag mit Mietern für die nächsten Wochen und Monate. Zu den Lösungsschritten gehört neben einem Zusammenkommen der Mieter auch die Recherche über Eigentumsverhältnisse und Schaffung von Öffentlichkeit, erklärt Dörrenbächer. Das Bündnis biete Mietern dabei auch immer praktische Unterstützung.

Jurist und Grünen-Lokalpolitiker Uwe Warnecke wirkt inoffiziell als Bindeglied zwischen dem Bündnis und dem Mieterverein – durch die schnelle Verbindung zwischen den beiden können sie Mietern in Not mittlerweile sehr effektiv helfen. „Wir haben in Deutschland eigentlich einen guten Mieterschutz“, erklärt er. „Die rechtlichen Möglichkeiten schöpfen Mieter aber oft nicht aus.“

Erfahrungen weitergeben

Manch eine wendet sich als Mieterin an das Bündnis – und bleibt dann als Aktive. So war es für Montana Schulze. Ende 2020 lebte sie in einer WG an der Worringer Straße, als die Wohnungen im ehemaligen Künstler-Haus modernisiert werden sollten. Schnell sei ihnen klar geworden: Die Eigentümer wollten die jungen Studenten eigentlich schleunigst aus der Wohnung haben. „Sie kündigten uns an, dass die Umbauten schmutzig und laut würden – und wir deswegen am besten einfach ausziehen sollten.“ Sie traten dem Mieterverein bei – doch wandten sich mit der Ankündigung auch an das Wohnraumbündnis. „Es hat uns sehr geholfen, dort emotional aufgefangen zu werden“, so Schulze. Sie will diese Erfahrungen weitergeben, auch anderen helfen. „Wir müssen uns fragen, in was für einer Stadt wir leben wollen“, sagt Schulze, „Eine, in der Investoren bestimmen, wer wo wohnen kann?“

Einen weiteren Artikel finden aus der Rheinischen Post finden Sie HIER.

Kunst in Oberbilk

Liebe Oberbilker*innen,

wir möchten euch kurz auf ein interessantes Interview zu einem spannenden Projekt aufmerksam machen!

„Mit „Ellerstraße/Oberbilk“ hat die Schriftstellerin Vera Vorneweg eine der faszinierendsten künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Düsseldorfer Raum geschaffen. Auf den braunen Rollläden der lang schon geschlossenen Kneipe „Zum Blauen Bock“ prangt seit Juli ein literarischer Text von ihr. Eine leise, zarte Arbeit, für die die 36-Jährige Szenen aus dem Viertel festgehalten hat. theycallitkleinparis hat mit Vorneweg gesprochen.“

Zum Interview geht es HIER lang!

Vielfalt und Bücher

Liebe Oberbilker*innen und Interessierte,

heute ist in Oberbilk eine ganze Menge los und wir wollten euch nochmal auf die beiden Veranstaltungen aufmerksam machen!

Um 14.30 Uhr gibt es auf dem Lessingplatz ein Buntes Stadtteilfest und mehr Informationen findet ihr hier auf dem Flyer!

Und um 18 Uhr geht es am Oberbilker Markt weiter! Ende letzten Jahres haben wir gemeinsam mit anderen Akteur*innen aus Oberbilk einen Spendenaufruf initiiert um in Oberbilk einen Bücherschrank zu finanzieren und was sollen wir sagen: Ihr habt es geschafft! Eingeweiht wird der neue Bücherschrank um 18 Uhr auf dem Oberbilker Markt und mehr Informationen dazu, findet ihr HIER!

Wir hoffen auf gutes Wetter, viele interessierte Besucher*innen und freuen uns auf die tollen geplanten Aktionen sowie einen regen Austausch!

Bis dahin: Bleibt gesund!

PS: Denkt an die 3 G (Genesen, Getestet, Geimpft) und achtet auf Abstand und wenn nötig Maske! Zusammen sind wir stark: Gegen Corona und für unser Quatier!

Wohn-Wahnsinn in NRW

Rechtzeitig zur Bundestagswahl, wird am Mittwoch 22. September um 22.15 Uhr ein Beitrag aus der WDR-Reihe „Die Story“ zum Thema „Wohn-Wahnsinn in NRW“ ausgestrahlt.

Mit dabei: Das Düsseldorfer „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“! Das Bündnis hat für den Beitrag zwei Beispiele aus Düsseldorf eingebracht. Im Beitrag zu sehen sein wird die Spekulationsbrache um das „Grand Central“ neben dem Hauptbahnhof in Düsseldorf sowie eine Darstellung um den Konflikt mit der „Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft“ um die Modernisierung der Mietshäuser in der Kissinger Straße in Eller.

Der Wohn-Wahnsinn in NRW:

Wer kann sich diese Mieten noch leisten?


In NRW regt sich der Widerstand der Bürger gegen eine ungerechte Wohnungspolitik. Mietwucher, Bodenspekulation, Luxussanierungen und die Verdrängung von mittleren und niedrigen Einkommensgruppen aus den Innenstadtvierteln von Köln, Düsseldorf, Aachen, Bonn und anderen Städten sind allgegenwärtig. „Für Familien, Alleinerziehende oder auch Senior*innen ist guter, bezahlbarer Wohnraum zu einer Existenzfrage geworden.“ Dadurch stellen sich Fragen wie: „Wird das Recht auf angemessenen, bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen aus unserer Gesellschaft immer weiter dem Markt überlassen? Welche Lösungen schlägt die Politik kurz vor der Bundestagswahl vor?“ Mit diesen Fragen konfrontieren die Macher*innen der WDR-Story die im Bundestag vertretenen Parteien. Die Autor*innen Annette Zinkant und Jan Schmitt haben sich aber auch auf die Suche gemacht und zwar nach Lösungen „jenseits aller parteipolitischen Ideologien“.

Wir sind gespannt! Mehr Informationen zum Beitrag findet man HIER!

Und wenn der Beitrag ausgestrahlt wurde werden wir HIER auch nochmal den Link zur Mediathek für euch einfügen!

Buchrezension: „Oberbilk. Hinterm Bahnhof“

Liebe Oberbilker*innen,

wir müssen es nicht nochmal erwähnen, ihr wisst es natürlich und haltet euer Exemplar im Arm: Vor Kurzem ist das Buch „Oberbilk. Hinterm Bahnhof“ von Alexandra Wehrmann und Markus Luigs erschienen!

Das Buchprojekt zeigt den Stadtteil und die Menschen Oberbilks in ihrer Vielfalt und Helmut Schneider, Mitglied des Runden Tisches, hat nun seine Rezension zum Buch geschrieben. Diese könnt ihr HIER als PDF zum downloaden:

Tag der Befreiung

Heute ist der Tag der Befreiung!

Genauer hat heute vor 76 Jahren die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. An diesem Tag gilt es den Opfern des Nationalsozialismus und des Faschismus zu gedenken!

Eines dieser Opfer ist Esther Bejarano. Sie hat als junges Mädchen die Konzentrationslager Ausschwitz und Ravensbrück überlebt, heute kämpft gegen das Vergessen und fordert den 8. Mai zu einem offiziellen Feiertag zu machen. HIER findet ihr die Petition auf Change.org! Bitte unterstützt den Kampf gegen das Vergessen und teilt die Petition.

Internationaler Frauentag

Heute ist der Internationale Frauentag! Weltweit gibt es mutige Frauen und feministische Kämpfe! Wir schicken solidarische Grüße raus und möchten Euch noch auf eine Veranstaltungsreihe hinweisen :

Das Gleichstellungsbüro präsentiert im März über 130 verschiedene Veranstaltungen und die findet ihr HIER!