Auf den Spuren von Dieter Forte

Liebe Oberbilker*innen,

wir haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Stadtteilguides wieder ihre wundervollen Stadtteilführungen anbieten! Bei den Rundgängen werden Interessierte nicht einfach durch das Quartier geführt, vielmehr sollen die persönlichen Seiten von Oberbilk gezeigt werden und wer könnte das besser als die Bewohner*innen des Viertels?

Genau diese wollen wir euch in den nächsten Wochen näher vorstellen und wir beginnen mit Brigitte Buchmann:

Die Oberbilkerin führt uns nicht nur durch das Oberbilk wie wir es kennen, sie führt uns durch das Oberbilk von Dieter Forte! Genauer: Dieter Fortes „Das Haus auf meinen Schultern“!

.Tour 3: Auf den Spuren von Dieter Fortes „Das Haus auf meinen Schultern“

Dieter Forte, der Düsseldorfer Autor, hat in den neunziger Jahren einen Roman geschrieben über seine Kindheit und Jugend im Oberbilk der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Oberbilk, das Industriegebiet, das Düsseldorf reich machte, aber durch Bahndämme und Bahngleise ausgeschlossen war; Oberbilk, der rote Arbeiterstadtteil,  Schauplatz politischer Auseinandersetzungen. Im Mittelpunkt steht das Arbeiterleben, damals schon multikulturell, ständig bedroht von Armut und Verlust, dennoch geprägt von Toleranz und gegenseitiger Unterstützung.  Wie die Menschen ihre Gemeinschaft leben, das macht Oberbilk für Forte besonders und genau das ist es auch, was sich bis heute erhalten hat. 

Die Industrie ist seit den siebziger Jahren verschwunden, der besondere Charakter ist geblieben. Bis heute ist Oberbilk vielen Düsseldorfern suspekt mit seiner kulturell vielfältigen Einwohnerschaft, den türkischen und marokkanischen Gemüseläden und Cafés, den Billigshops, Änderungsschneidereien, Handyläden, Shisha Bars und  afrikanischen Friseuren, die Seite an Seite mit Traditionskneipen, Schützenbrauchtum, alteingesessenen Geschäften existieren. Menschen wie ich, die seit 25 Jahren hier leben, lieben dieses Viertel. Man erlebt hier Toleranz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Vielfalt.

Ich möchte bei der Führung auf Dieter Fortes Spuren wandern, an ausgewählten Stellen sein Oberbilk vorstellen und dabei gleichzeitig etwas vom besonderen Flair des heutigen Oberbilk zeigen.

Schon neugierig? Gut! Denn die nächste Tour durch die Brigitte Buchmann uns führt findet .am 12.08.2021 statt und anmelden für diese Tour geht ganz einfach, schreibt einfach eine Mail an info@d-oberbilk.de!

Wir bleiben hier! Jede*r braucht einen Platz

Liebe Oberbilker*innen,

die Veranstaltungsreihe rund um den Mintropplatz geht weiter!

Dialogischer Spaziergang zum Thema „Bürgernahe Stadtplanung“ rund um den Mintropplatz

Wie kann bürgernahe Stadtplanung aussehen? Was passiert rund um den Mintropplatz? Welche Veränderungen von Konrad Adenauer Platz über Stresemannplatz sind geplant oder bereits in vollem Gange? Und wie können Bürger*innen sich an den Prozessen beteiligen? Barbara Kempnich von der Bahnhofsmission und Marko Siegesmund, stellvertretender Bürgermeister des Stadtbezirks 03, nehmen alle Interessierten Bürger*innen mit auf einen Rundgang durchs Quartier um gemeinsam diese und weitere Fragen zu klären.

Kommen Sie mit und melden Sie sich an unter: info@d-oberbilk.de oder 0211 9380047

Eine Aktion im Rahmen von:

»Mintropplatz: Wir bleiben hier!- Jede*r braucht einen Platz«

Unser Ziel ist es: Ein Zeichen setzen gegen Verdrängung und für mehr Bürgerbeteiligung! In diesem Jahr sind gemeinsam mit dem Übertragungswagen der Hochschule Düsseldorf von Juli bis Oktober fast jeden Freitag ab 15 Uhr verschiedene Aktionen geplant, um gemeinsam Möglichkeiten für Beteiligung zu erarbeiten, im Gespräch zu bleiben und die Stimme zu erheben. Geplant sind Quartiersspaziergänge, künstlerische Aktionen und Workshops im öffentlichen Raum. Alle sind eingeladen vorbeizukommen, um teilzunehmen, sich zu informieren oder mitzumachen!Die Projektreihe »Reassembling Public Space« ist ein Projekt von Arbeit & Leben NRW in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf. Es ist die Fortsetzung der politischen Kundgebung im letzten Jahr. Gemeinsam als Initiative Mintropplatz haben wir im letzten Herbst Forderungen zum Mintropplatz gestellt und in einer öffentlichen Aktion dem damaligen Oberbürgermeister Thomas Geisel übergeben. Die neun Forderungen sind immer noch hochaktuell ebenso wie der Wunsch nach einem Bürgerbeteiligungsverfahren.

Mintropplatz–Reassembling Public Space: Ein Projekt von Arbeit und Leben e.V. und Hochschule Düsseldorf

www.d-oberbilk.de

www.paradise-park.de

Weitere Termine:

Ästhetischer Widerstand

16. Juli, Stadtteilspaziergang: Bürgernahe Stadtplanung06. August, Künstlerische Aktion: Protestaktionen am Platz

13. August Workshop: Gestalten von Protest-Schildern

Experimente in der Stadt

20. August, Stadtteilspaziergang: Kunst & Stadtplanung

10. September, Künstlerische

17. September, Workshop: Entwerfen von Plänen und Modellen

Subjektive Kartierung

24. September: Stadtteilspaziergang: Alternative Verrottung von Objekten

08. Oktober: Künstlerische Aktion: Kartierung mit Anwohner*innen am Platz

15. Oktober: Workshop: Fotografie und Beschreibungen

Wunschort Mintropplatz 

22. und 23. Oktober, Anfertigung der Wunsch-Kartierung

29. Oktober, Tagestour mit dem Ü-Wagen zu verschiedenen Plätzen Düsseldorfs

Wir bleiben hier!

Liebe Oberbilker*innen,

Am 2. Juli von 15-17h findet die Auftaktveranstaltung einer Reihe von Veranstaltungen auf dem Mintropplatz unter dem Titel „Wir bleiben hier!- Jede*r braucht einen Platz“ statt.

Die Veranstaltungsreihe knüpft an die Aktionen vom letzten Jahr an! Alle Termine findet ihr in unserem Veranstaltungskalender und auf dem Flyer. Zudem findet ihr hier auch noch mal die Forderungen der Initiative!

Tag der Befreiung

Heute ist der Tag der Befreiung!

Genauer hat heute vor 76 Jahren die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. An diesem Tag gilt es den Opfern des Nationalsozialismus und des Faschismus zu gedenken!

Eines dieser Opfer ist Esther Bejarano. Sie hat als junges Mädchen die Konzentrationslager Ausschwitz und Ravensbrück überlebt, heute kämpft gegen das Vergessen und fordert den 8. Mai zu einem offiziellen Feiertag zu machen. HIER findet ihr die Petition auf Change.org! Bitte unterstützt den Kampf gegen das Vergessen und teilt die Petition.

SEHENUNDGESEHENWERDEN

Liebe Oberbilker*innen,

am 24.04.21 startet, zunächst online, ein Theaterprojekt in Oberbilk, das von Arbeit und Leben NRW in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf und dem Café Eden des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf umgesetzt wird.

Mit diesem Projekt bekommen Oberbilker*innen und Menschen, die sich mit Oberbilk auseinandersetzen möchten, die Möglichkeit, sich und den Stadtteil zu erkunden. Dabei liegt der Fokus auf ästhetischen Prozessen wie Theater, Tanz und Musik.

Altersbegrenzung: 18-27 Jahre

Weiter unten finden Sie/ findet Ihr einen Flyer und den Probenplan.

Weitere Informationen gibt es HIER!

Fragen und Interessensbekundung bitte an Maximilian Hanka: hanka@aulnrw.de oder Tel: 0211-9380034!

Milieuschutzsatzung

Es können über die Internetplattform change.org wieder Unterschriften für das Bürgerbegehren „Milieuschutzsatzung“ gesammelt werden!

Liebe Oberbilker*innen,

für das Bürgerbegehren für eine Milieuschutzsatzung in Düsseldorf konnten durch die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen in den letzten 12 Monate die nötigen Unterschriften nicht gesammelt werden.

Jetzt gibt es allerdings die Möglichkeit, auch über eine Internet-Plattform Unterschriften zu sammeln. Change.org hat diese Plattform unter dem Namen innn.it eingerichtet. Dort kann man sich die Unterschriftenliste herunterunterladen und mit Unterschrift(en) versehen mit einer beigefügten digitalen Briefmarke zurückschicken. Wer keinen Drucker hat, kann sich die Liste auch per Post schicken lassen.

Beteiligt euch/Beteiligen Sie sich an der digitalen Unterschriftensammlung! Bitte und gerne auch teilen und weitersagen!

Es können wie bisher alle Düsseldorfer*innen unterschreiben, die auch berechtigt waren, an der Kommunalwahl teilzunehmen. Diejenigen, die schon unterschrieben haben, können nicht noch einmal unterschreiben, sie werden dann aussortiert!

Oberbilk. Hinterm Bahnhof.

Liebe Oberbilker*innen,

ihr habt bestimmt schon von dem Buchprojekt Oberbilk. Hinterm Bahnhof. (welches man bereits vorbestellen kann !) gehört, bei dem auch wir uns als Demokratiewerkstatt beteiligen. Nachdem es im Februar bereits einen Hörbeitrag bei der ARD Audiothek gab und im März einen Beitrag im WDR , gibt es jetzt gibt es dazu auch einen Beitrag im 3Sat und den möchten wir euch/Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Ein Klick HIER genügt!

Nachtrag zur Diskussionsveranstaltung

Liebe Oberbilker*innen,

unsere Diskussionsveranstaltung „Oberbilk: Kein Raum für Rechtsextremist*innen“ war ein voller Erfolg!

Für alle Interessierten zum nachlesen haben wir hier eine kleine Zusammenfassung:

Zusammenfassung der digitalen Diskussionsveranstaltung „Oberbilk- Kein Raum für
Rechtsextremistinnen am 16.03.2021, 18-20h
:

Am 16. März lud der Runde Tisch Oberbilk Bewohner*innen des Stadtteils und weitere Interessierte erneut dazu ein, gemeinsam mit Vertreterinnen von Wissenschaft, Staatsschutz und Zivilgesellschaft zu diskutieren. Diesmal ging es um die Frage, in welchem Maße rechtssradikale Aktivitäten im Stadtteil zu beobachten sind und was getan werden kann, um die multikulturelle Lebensrealität im Quartier gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu verteidigen. Die Veranstaltung stand in Folge der Diskussionsrunde im Oktober 2020, bei der es um die polizeiliche Definition von Oberbilk als „gefährlicher und verrufener Ort“ gegangen war und die mit der Definition bestimmter Kontrollräume verbundene Praxis anlassloser und, jedenfalls in der Wahrnehmung der Betroffenen, oft auch vorurteilsgesteuerter polizeilicher Kontrollen im Stadtteil. Der Eingeleitet wurde die Diskussion durch drei knappe Impulsstatements. Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler forscht an der HSD zu Rechtsextremismus und gab einen Überblick über das Thema. Er forderte ein integriertes Handlungskonzept für Düsseldorf, um die verschiedenen Einrichtungen und Initiativen zu vernetzen und zu koordinieren. Er führte an, dass rechte Parteien in Oberbilk grundsätzlich nicht auf Nährboden stoßen. Er ergänzte, dass sich die „Querdenken“ Bewegung, auch in Oberbilk, nach rechts radikalisiere und die sogenannte „Bruderschaft“ aus Garath und Eller versuche ihren Einfluss in Oberbilk auszuweiten. Astrid Bönemann, Vertreterin des Bündnisses „Eller tolerant und weltoffen“, zeigte eindrucksvoll Möglichkeiten auf, sich gegen Rechte zur Wehr zu setzen. Ein starkes Netzwerk, dass sich unterstützt, sei wichtig, vor allem auch um gegen Einschüchterungen vorzugehen. Zu guter Letzt sprach Kriminaldirektorin Christa Lübbers über die vorliegende Polizeistatistik und die formalen Zuständigkeitsgrenzen des polizeilichen Staatsschutzes. Hierauf bekamen die Teilnehmerinnen die Möglichkeit eigene Punkte anzusprechen. Ein Einwohner berichtete von einem Fitness-Studio in dem sich Rechte Gruppen träfen, um Kampfsport zu trainieren. Hier sei es wenigstens durch Beschwerden gelungen, das offene Tragen rechtsextremer Symbole zu untersagen. Ein weiterer Anwohner berichtete von einer Facebook-Gruppe in der sich Oberbilker teilweise rassistisch äußerten. Des Weiteren sprach er ein Lokal an der Kirchstraße an, vor dem sich Rechte treffen würden. Bestätigt wurde diese Aussage vom stellvertretenden Bürgermeister des Stadtbezirkes Marko Siegesmund. Eine Anwohnerin berichtete von rechten Stickern die überall, aber besonders am Oberbilker Markt an Laternen hingen. Sie sei zwar bemüht diese abzureißen, doch wären dann wohl recht schnell neue Sticker an den Laternen. Christa Lübbers merkte an, dass sich jeder Bürgerin stets an die Polizei wenden könne. Helmut Schneider vom „Runden Tisch Oberbilk“ erwiderte, dass dies eine recht große Hemmschwelle mit sich bringe. Er betonte die Hilfsbereitschaft ziviler Organisationen, die allerdings zu dezentral arbeiteten. Für ihn sei hier städtische Unterstützung gefragt, um die Kräfte der einzelnen Organisationen zu bündeln. Marko Siegesmund schloss sich dieser Aussage an und forderte, dass sich die zivilen Initiativen und die Politik zusammensetzen sollten. Alexander Häuser ergänzte hier noch, dass kaum ein Mittel besser gegen Rechtsextremismus geeignet sei, als das bürgerliche Engagement. Die Frage, was man gegen den organisierten Rechtsradikalismus tun kann, wenn der im Stadtteil – bisher und hoffentlich auch weiterhin – nicht virulent und im Alltag nicht wahrnehmbar ist, lässt sich nur sehr allgemein beantworten. Neben dem Wunsch nach der notwendigen Vernetzung auf Stadtebene im Rahmen eines „integrierten Handlungskonzepts gegen Rechts“ könnte auf Stadtteilebene über eine stärkere Vernetzung zur Etablierung einer Art zivilgesellschaftlichem Frühwarnsystem nachgedacht werden, um gegen problematische Entwicklung rechtzeitig, das heißt bevor sie sich verfestigen, einschreiten zu können. Von bestehenden Initiativen wie „Eller tolerant und weltoffen“, die sich erfolgreich gegen Rechts zur Wehr gesetzt haben, lässt sich hier einiges lernen.

HIER gibt es die Nachbearbeitung auch als PDF!

Wir bedanken uns bei den Referent*innen und den Teilnehmenden und hoffen wir dürfen euch/Sie bei unserer nächsten Veranstaltung erneut begrüßen!